Auch um mal zu testen, ob das Einbinden von Videos funktioniert:
Scheint nur mit Firefox zu klappen (nicht mit IE [klappt doch]). Dank an Oliver Karthaus für das Plugin „BlogVideoz„.
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Als Teilergebnis eines Forschungsprojektes zur Güter-, Kapital- und Eigentumssemantik in der bildungsethischen Debatte (durchgeführt am Lehrstuhl Christliche Soziallehre an der Universität Bamberg) ist jetzt ein Aufsatz von mir bei Ethica erschienen. Zusammen mit meinem Mitarbeiter Kevin Rosenkranz habe ich mich durch Berge von Literatur gewühlt; dokumentiert wurden jetzt die Ergebnisse in Form eines Literaturüberblicks, der aber auch sozialethische Perspektiven aufzeigt. Hier die Zusammenfassung:
In der kontroversen wissenschaftlichen Bildungsdebatte tauchen allgemein die Begriffe der privaten, öffentlichen, meritorischen und gemischten Güter, des Humankapitals, des kulturellen und sozialen Kapitals auf. Mit dem Rekurs auf diese Konzepte werden normative Vorstellungen zur Gestaltung von Bildung begründet. Die Darstellung und sozialethische Analyse der zu Grunde liegenden finanzwissenschaftlichen und politikökonomischen Theorien zeigt die Grenzen, aber auch die Chancen dieser Fundierung auf. Gezeigt wird, dass der Rekurs auf Güter- und Kapitalkonzepte zunächst nichts für die Begründung normativer Orientierungen für Bildung leistet, wenn die Grenzen der ökonomischen Fragestellungen nicht überschritten werden. Sozialethisch können die Konzepte dann aber als spezifische Zugänge interpretiert werden, die im Kern das Verhältnis von Subjekt und Gesellschaft/Gemeinschaft reflektieren. Der Begriff des Humanvermögens bildet in der Folge eine Schnittstelle von Bildungsökonomie und Sozialethik, mit dem das Projekt einer Sozialethik der Bildung weiter profiliert werden kann.
Tags: Bildung, Bildungsethik, Bildungsökonomie, Güter, meritorische Güter, öffentliche Güter, private Güter, Humankapital
Literaturangaben: Filipović, Alexander (2006): Güter und Kapital als Begriffe in der bildungsethischen Diskussion. In: Ethica, 14. Jg. (2006) H. 4, 419-446.
Zitiert in:
Verwendete Literatur:
Schon lange auf der ToDo-Liste, jetzt realisiert: Das kleine WordPress-Plugin Academic Citations liefert die Quellenangabe für die Weblog-Einträge. Dank an Jan für die Modifikation des Original-Plugins, die hier zum Einsatz kommt.
Von der Verkürzung der gymnasialen Schulzeit um ein Jahr in Bayern (sog. G8) sind auch die Universitäten betroffen. Neben der Angst vor der Doppelkohorte, die im Jahr 2011 in die Unis strömt, werden sich Dozentinnen und Dozenten auch auf (noch) jüngere Studentinnen und Studenten einstellen müssen. Ich durfte dies letzten Freitag mal testen und habe Kollegiatinnen und Kollegiaten der 12. Jahrgangsstufe des Maria-Ward-Gymnasiums und des Dietzenhofer-Gymnasiums in Bamberg im Rahmen eines Schulversuchs 4 Schulstunden das wissenschaftliche Arbeiten näher gebracht. Eine ganz schöne und anregende Kooperation zwischen Universität und Schule, von der der Uni-Dozent sehr profitiert.
Wenn ich meinen diffusen Eindrücken trauen darf, liegt tatsächlich ein für die universitäre Lehre relevanter Unterschied zwischen Zwölftklässlern und Erstsemestern. In diesem Zusammenhang berichtete mir ein Freund, dass auch Gymnasiallehrerinnen und -lehrer der 13. Jahrgangsstufe hinterhertrauern werden, da zwischen 12. und 13. Klasse ein deutlicher Sprung in Lernbereitschaft, Kreativität und Problemlösungsverhalten zu bemerken ist. Wie auch immer: Das G8 wird nicht nur Platzprobleme an der Universität schaffen, sondern auch didaktische und inhaltliche Herausforderungen mit sich bringen.
Hier für die Schülerinnen und Schüler meine PowerPoint-Präsentation und einige Zitierbeispiele.
Vergangenen Mittwoch habe ich das Symposium „Zukunft der Medien – Medien der Zukunft“ besucht, das vom Mediencampus Bayern e.V., srt – Schule für Rundfunktechnik Nürnberg und dem Presseclub Nürnberg veranstaltet wurde. Eine sehr gut organisierte, interessante und angenehme Veranstaltung. Einige nette Menschen habe ich dort getroffen.
Selbst durfte ich einen Vortrag zu den Herausforderungen für die Kommunikations- und Medienethik halten. Ich habe versucht, die sozialen Aspekte des Medienwandels zu betrachten und die Technik nicht als das eigentliche ethische Problem zu behandeln. Im Kern ging es mir um:
Das sind fast alles Gedanken aus meiner Dissertation (deren Veröffentlichung noch ein wenig auf sich warten läßt). Schön, endlich mal ein paar Ergebnisse daraus vorgestellt zu haben. Den Vortragstext gibt es hier.
Sonst ging es bei der Tagung fast ein wenig penetrant um die Frage, wie sich auch in Zukunft mit den Medien noch Geld verdienen läßt. Schlagworte und Zusammenhänge wie „Geschäftsidee“, „Innovation“, „Content muss verkauft werden können“, „Clusterpolitik“ und „Medienstandort Bayern“ fielen bei der Podiumsdiskussion in jedem zweiten Satz und der „Medienminister“, Staatsminister Eberhard Sinner, entpuppte sich als Medienwirtschaftsminister (und Fan von Bayern 4 und kurzen Reden). Gespräche mit Frau Schardt, Clustermanagerin Cluster Audiovisuelle Medien, und Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, Geschäftsführerin des Mediencampus Bayern e.V. lassen aber hoffen, dass auch für Standortfragen die Medienethik in Aus- und Fortbildung und Wirtschaftsförderung nicht zu kurz kommt. Vielleicht werde ich ja mal wieder eingeladen…
Ach, noch was: Der Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, Heinz-Joachim Hauck, meinte (in seinem sonst sehr informativen Vortrag) ernsthaft, dass man Zeitungen heute braucht, damit Zeitungsredakteure im Informationsdschungel sagen, was wirklich alle wissen müssen… Ich lass‘ das mal so stehen und hoffe, dass jemand einen Kommentar hinterläßt…
Via Weblog Medienpraxis.ch erfährt man von einem NZZ-Artikel, der die Beteiligung an verschiedenen Formen öffentlicher Kommunikation (Medien) für ältere Menschen thematisiert. Der Artikel zitiert eine Studie der Fachhochschule St. Gallen. In diesem Rahmen artikulierte sich ein Rentner:
Es gehe darum, am Internet grundsätzlich teilzuhaben und bei «heissen Themen» mitzudiskutieren.
Interessant ist die Formulierung „grundsätzliche Teilhabe“. Man kann dies als umfassenden Wunsch interpretieren, an jeglicher öffentlicher Kommunikation über Internet teilnehmen zu können. Wo liegen aber die Könnens-Möglichkeiten? Es geht um das angemessen präsentierte Angebot, um Verstehens- und Nutzungskompetenzen usw., für das bzw. die jeweils verschiedene Verantwortlichkeiten erkannt werden können.
Darüber hinaus geht aber die Forderung, bei heissen, also gesellschaftlich relevanten Themen mizudiskutieren. Dies erweitert den engeren Bereich medialer Teilhabe zu allgemein demokratierelevanten Teilhabechancen. Was also bedeutet es, wenn das Internet für eine demokratische Öffentlichkeit immer bedeutsamer wird (vgl. auch mein Vortrag zum Thema), aber z.B. Seniorinnen und Senioren daran gar nicht beteiligt sind?
Sagt der kleinen Emma „Herzlich Willkommen“.
Heute hat das Kabinett des Freistaates Bayern die Frage nach der zukünftigen Struktur der Katholisch-Theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten Bayerns beschlossen. Zwar müssen der Landtag und der Vatikan noch zustimmen, hier aber dennoch die zentralen Stellen:
„Die Verpflichtungen des Freistaates Bayern aus dem Konkordat mit dem Heiligen Stuhl, an den Universitäten Bamberg und Passau Katholisch-Theologische Fakultäten zu unterhalten, sollen künftig ruhen. An die Stelle der dortigen Fakultäten treten Institute, an denen auch in Zukunft Religionslehrer für Grund-, Haupt-, Real- und Berufsschulen und Gymnasien ausgebildet werden. […]
Für die Studierenden der Diplomstudiengänge gilt der Grundsatz des Vertrauensschutzes: Dort, wo sie ihr Studium begonnen haben, können sie es auch beenden.“ (Quelle)
Das muss nicht das Ende einer niveauvollen und wissenschaftlich anspruchsvollen Theologie in Bamberg sein. Es fallen aber Stellen weg. Insofern ist die Nachricht des Sterbens einer weiteren Fakultät Kath. Theologie in Deutschland für diejenigen besonders alarmierend, die eine wissenschaftliche Karriere in der Theologie anstreben oder schon auf dem besten Weg dahin sind. Lohnt es sich noch, bzw. besser: Kann man es noch wagen, eine theologische Doktorarbeit oder Habilitation zu beginnen?
Seit letzten Donnerstag geht die Meldung um, dass die Fakultät Kath. Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg geschlossen (oder eingefroren) werden soll. Heute meldet das bayer. Wissenschaftsministerium: „Für überstürzte Reaktionen besteht keine Veranlassung.“ Auffälliger Weise wird in der Meldung Einigkeit mit dem Vatikan signalisiert und durch ein entsprechendes Foto belegt.
Zur Orientierung hier eine Linkliste (wer weitere Hinweise hat, bitte einen Kommentar hinterlassen):
Vgl. auch die Seiten der Fachschaft Kath. Theologie.
Leider bin ich nie dabei gewesen bei den Konzerten von „saitenweise“ in der Bamberger Scheinbar. Ingo beschreibt aber den Abend so eindrücklich, dass man ganz nah dabei ist. Von Ingo zu hören und zu lesen gibts bei seinem neuen MySpace-Auftritt. Hinklicken und Hinhören!