Theologie in Bamberg in Gefahr

Seit letzten Donnerstag geht die Meldung um, dass die Fakultät Kath. Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg geschlossen (oder eingefroren) werden soll. Heute meldet das bayer. Wissenschaftsministerium: „Für überstürzte Reaktionen besteht keine Veranlassung.“ Auffälliger Weise wird in der Meldung Einigkeit mit dem Vatikan signalisiert und durch ein entsprechendes Foto belegt.

Zur Orientierung hier eine Linkliste (wer weitere Hinweise hat, bitte einen Kommentar hinterlassen):

Vgl. auch die Seiten der Fachschaft Kath. Theologie.

Musik zum Hinhören

Leider bin ich nie dabei gewesen bei den Konzerten von „saitenweise“ in der Bamberger Scheinbar. Ingo beschreibt aber den Abend so eindrücklich, dass man ganz nah dabei ist. Von Ingo zu hören und zu lesen gibts bei seinem neuen MySpace-Auftritt. Hinklicken und Hinhören!

Vortrag Marketing, Werbung, Sozialethik

Hier die PowerPoint-Präsentation zum Vortrag: „Ist alles erlaubt, was Umsatz bringt? Eine sozialethische Beurteilung.“

Vgl auch den Eintrag zum gleichen Thema.

Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Kommentare zu hinterlassen und in die Diskussion einzutreten.

Update 05.01.2007: Mittlerweile ist eine Zusammenfassung des Vortrags erschienen:

  • Literaturangaben: Filipović, Alexander (2007): Ist alles erlaubt, was Umsatz bringt? Eine sozialethische Beurteilung. In: Hirschberg, 60 Jg. (2007) H. 1 (Januar), 3-8.

Update 14.06.2007: Stephan hat mich auf eine Bilderserie „Werbung an der Grenze“ aufmerksam gemacht.

Update 29.04.2008: Mit freundlicher Genehmigung der Hirschberg-Redaktion darf ich den Scan des Aufsatzes als PDF zur Verfügung stellen:

Dramaturgie und Marketing als Gegenstand von Sozialethik

Für einen Vortrag zum Thema „Ist alles erlaubt, was Umsatz bringt? Eine sozialethische Beurteilung” nächstes Wochenende in Münster auf der Tagung “Dramaturgie und Marketing” (Kath. Akademie Franz Hitze Haus, veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftlergilde der KMF) bin ich auf einen interessanten Blogeintrag bei brainwash gestoßen. Das Blog (das als „Magazin auftritt) wird betrieben von der der Agenturgruppe Robert & Horst (z.B. webguerillas.de). Der Ethiker sollte zwar immer aufmerken, wenn professionelle Öffentlichkeitsarbeiter über PR-Ethik, Manager über Wirtschaftsethik, Sportler über Sportethik, Blogger über Blogethik (gibt’s das übrhaupt?) und eben Guerilla-Marketing-Leute über Marketingethik sprechen – interessant ist der Beitrag dennoch.

Continue reading

Call for Papers 6. Workshop Ethik

Die Evangelische Akademie Arnoldshain hat (zusammen mit der Kath. Akademie Rabanus Maurus, dem Forschungsinstitut Philosophie Hannover und dem Nell-Breuning-Institut) einen Call for Papers für den 6. Workshop Ethik veröffentlicht. Dieses mal geht es um die Bedeutung von Menschenbildern für die ethische Reflexion. Die Spanne in der Ethik geht dabei von einem Verzicht auf Anthropologie bis zu Ihrer behaupteten Unverzichtbarkeit für die Ethik:

Aufgrund des „Faktums der Pluralität“ (John Rawls), das auf gesellschaftlicher wie auf internationaler Ebene ins Auge springt, hatten in den letzten Jahrzehnten vor allem solche Ethiken Konjunktur, die versuchen, ohne Rekurs auf ein Menschenbild auszukommen. Aktuelle sozial- und vor allem bioethische Diskussionen zeigen jedoch, dass die anthropologische Dimension in der ethischen Reflexion ein bedeutsames Element sein kann.

Klingt nach einer extrem spannenden Tagung. Rückmeldungen auf den Call bis 1.12.2006.

Fotos Tagung Societas Ethica 2006 (Oxford)

Hier ein paar Impressionen von der Tagung „Political ethics and international order“, Societas Ethica and The Society for the Study of Christian Ethics; Wadham College, Oxford, England: 23-27 August 2006″

Wadham

Konferenzort: Das Wadham College. Die Unterbringung war, sagen wir mal, sehr studentisch…

Christ Church Cathedral

Das wohl berühmteste College: Christ Church

Wadham Hall

Essen wie Harry Potter: Die Hall des Wadham College

Bodleian Library

Links ein Lesesaal der Oxforder Bodleian Library.

Ressourcen zum Vortrag: The Power of the Bloggers

Some hints and additional ressources for my presentation:

– Mainstream-Media reporting about warblogs in relation to the current conflict in Libanon:

– English abstract, outline and recommended further reading: Handout.

Powerpoint-Presentation (pdf, in German).

The Power of the Bloggers

At Saturday I am going to present a paper about weblogging as a a new format of public communication and its meaning for international politics at the conference „Political ethics and international order“, Societas Ethica and The Society for the Study of Christian Ethics; Wadham College, Oxford, England.

The analysis of the relationship between public communication (mass media) and politics is part of political ethical reflection. The mass media are seen as means of controlling politics, as „the fourth power“ in the state. However, certain experiences – like the experience of the Iraq War – give cause for the presumption that the meaning of the media as a politically independent observer is overestimated. Obviously the power of the media can be misused by governances, especially in times of international conflicts.
Nowadays, an alternative to the mainstream media is constantly emerging: the weblogs. Weblogs are an additive source of news and opinions/sentiments. Yet you can hardly speak of a substitute for classical journalism. But the question is: are weblogs relevant to a global public sphere and what does this mean for political ethics in reference to international politics? I argue that weblogs enhance the possibilities of political communication and participation, also and especially in international contexts. They create and build a new form of a global public sphere in a special way and as a kind of addition to the mainstream media.

Outline and Keywords

1. What is a weblog?

  • Definitions, Web2.0, motivations for blogging, warblogs, examples

2. Public communication and international politics

  • Mass media as fourth power, the democratic dilemma of international politics, the meaning of the global public sphere, internet and democracy

3. The power of the bloggers – ethical implications of a new form of public communication in relation to international politics

  • Participation and globalisation, enhancement of possibilities of participation, weblogs as a solidary form of global public communication

For recommended further reading see the Handout (pdf).

As a matter of course: Comments are welcome.

Aktuelle Berichte und Links zur Blogosphäre im Nahen Osten IV

Das Medienmagazin vom 6.8.06 auf Bayern 5 hat sich auch mit der Bedeutung der Warblogs beschäftigt (Dank an Marianne für den Hinweis). Hier das Abstract mit dem Link auf globalvoices.org:

Erschütternde Zeugnisse: Weblogs aus dem Krisengebiet

Weblogs aus Krisengebieten werden als Informationsquelle immer wichtiger – auch im aktuellen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel. Dank spezieller Portale sind sie leicht auffindbar, beispielsweise über global voices ( www.globalvoices.org/ ); aber auch klassische Medien wie Tagesschau oder CNN stellen Beiträge, Fotos und Videos auf ihre Webseiten – nach entsprechender Prüfung. Reporter ohne Grenzen hat sogar Tipps veröffentlicht, wie Blogger mehr Aufmerksamkeit auf ihre Beiträge lenken können.
Autor: Gabor Paal

Den Beitrag gibt es zum Nachhören als Podcast (mp3) hier.

Aktuelle Berichte und Links zur Blogosphäre im Nahen Osten III

Das Szenemagazin „Zündfunk“ (Bayern 2) berichtet über die Blogosphäre im Nahen Osten. In dem Beitrag „Mit dem Feind im Chat“ (24.07.06) meint Autor Till Ottlitz:

Es ist der erste Krieg, in dem Menschen beider Konfliktparteien richtige Dialoge miteinander führen – und zwar über viele Internet-Tagebücher aus Beirut und Israel.

Zwei Beispiele werden genannt. Noch interessanter das Interview mit der in Tel Aviv lebenden Journalistin Lisa Goldman. Zitat:

Lisa Goldman ist eine gebürtige Kanadierin, die in Tel Aviv lebt, sie ist 39 Jahre alt und schreibt für verschiedene europäische Zeitungen. Sie sagt, dass diese Art gemeinsam Netztagebücher zu schreiben etwas ganz neues darstellt. Der ZÜNDFUNK hat mit ihr gesprochen.

Lisa Goldman: Hier ist etwas Außergewöhnliches passiert: Das ist der erste Krieg, bei dem Menschen aus beiden Konfliktparteien im Internet Tagebuch führen und sich verständigen. Wir schreiben übereinander, kommentieren die Blogs der anderen Seite und verbessern sozusagen in Echtzeit unser Verhältnis. Diese Community aus libanesischen und israelischen Bloggern gab es schon, bevor der Konflikt begann. Wir hatten eine starke Verbindung und haben beispielsweise immer davon geträumt, irgendwann mal von Tel Aviv nach Beirut mit dem Auto fahren zu können. Aber unsere Hoffnungen sind vor unseren Augen explodiert. In den ersten Tagen des Krieges haben wir unsere starke Verbindung aufrecht gehalten, und in vielen Diskussionsbeiträgen in den Blogs haben Israelis und Libanesen haben darüber debattiert, was falsch gelaufen ist. Aber als sich das israelische Bombardement ausweitete, hat sich leider auch der Ton geändert. Es gibt inzwischen auch Fälle von libanesischen Bloggern, die sagen: Wir können nicht mehr mit euch sprechen. Wir hassen euch nicht persönlich. Aber wir sehen, wie unser Land von eurer Armee zerstört wird. Da fällt es uns schwer, Israel nicht zu hassen.

Verlinkt wird auf die Blogs

Im Beitrag „Tagebuch unter Bomben“ (von Armin Hirsch, 27.07.06) wird ein Interview mit dem israelischen Bloggers Eugene und dem libanesischen Blogger Wael dokumentiert. Verlinkt wird auf die entsprechenden Blogs: