Medien, Technik und Bildung

Medien, Technik und BildungHeute kam mit der Post mein Belegexemplar des Buches „Medien, Technik und Bildung“ (hg. von Michael Wimmer,  Roland Reichenbach und Ludwig Pongratz; Verlagsseite, Amazon). Sehr interessante Beiträge versammeln sich hier, die vor allem medien- und bildungstheoretisch von Interesse sein können. Der Klappentext:

„Medien sind zu einem Thema geworden, das als inhaltliche Querdimension alle Sparten der Erziehungswissenschaft betrifft. So ist das Verhältnis zwischen Medien, Technik und Bildung einerseits zwar ein zentraler Bezugspunkt der erziehungswissenschaftlichen Diskussion. Andererseits bleiben aber dabei der Medienbegriff sowie sein innerer Zusammenhang mit dem Bildungsbegriff zumeist diffus und widersprüchlich. Das Konzept der »Medienkompetenz« als Antwort auf die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien erscheint deshalb unzureichend. Ziel dieses Bandes ist es, die Bedeutung der neuen Medientechnologien und ihre Herausforderungen für die Pädagogik zum Gegenstand der bildungsphilosophischen Analyse und Diskussion zu machen.

Trotz des aufgeklärten Bewusstseins über die Wichtigkeit und die Bedeutung der neuen Medien sind die bildungstheoretischen Implikationen bisher nur unzureichend bedacht worden. Die in diesem Band versammelten Beiträge nähern sich diesen Fragen in vier Zugängen, in denen jeweils verschiedene Relationen im Zentrum stehen: Medien und Technik, Medien und Bildung, Film und Bildung sowie Medien und Ethik.“

Der Band präsentiert die Beiträge der Herbsttagung der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie in der Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Thema der Tagung: “Medien, Technik und Bildung” (1.-3.10.2007).

Mein Beitrag in dem Band (Filipović, Alexander (2009): Literacy und die Bedeutung gesellschaftlicher Beteiligung. Medien- und bildungsethische Überlegungen. In: Wimmer, Michael; Reichenbach, Roland, Pongratz, Ludwig (Hrsg.): Medien, Technik und Bildung. Paderborn: Schöningh (Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DGfE) S. 159-173) thematisiert die Bedeutung von Medien für die gesellschaftliche Inklusions- bzw. Exklusionsproblematik. Über eine Schärfung des Begriffs „literacy“ wird gezeigt, dass medien- und bildungsethische Überlegungen integriert werden können. Als normativer Schlüssel für beide Bereiche fungiert die Frage nach der Gerechtigkeit gesellschaftlicher Partizipation (Beteiligungsgerechtigkeit). Damit wird auch versucht, den Status der Medienethik als wissenschaftliche Disziplin zu klären und ihre interdisziplinären Anknüpfungspunkte aufzuzeigen. Weitere Informationen dazu hier.

Bildungszugänge und -übergänge

Vor allem Bildungszugänge und Bildungsübergänge werden bei einer interessanten Tagung im Februar in Loccum auf den Prüfstand gestellt. Es handelt sich um das 2. Symposium des DFG-Projekts „Das Menschenrecht auf Bildung„. Hier gibt es weitere Informationen.

Luhmanns Zettelkasten: Jemand hat reingeschaut

Wegen eines Rechtsstreits zwischen den Erben von Niklas Luhmann war das eigentliche Werk des großen Soziologen lange verschlossen. Jetzt haben es ein paar Leute getan: Sie haben reingeschaut und sogar mit dem Register nach bestimmten Zetteln gesucht und welche gefunden. Darf man sich auf eine Edition freuen? Zumindest scheint er zunächst mal gescannt zu werden.
Weiteres, unter anderem ein Hinweis auf ein interessantes Interview mit André Kieserling (Podcast), der dabei war, bei (in der?) Strengen Jacke.

Jürgen Kaube von der FAZ war auch dabei und hat darüber geschrieben (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2007, Nr. 281, S. 37). Laut Kaube waren mit dabei Bettina Heintz (Bielefeld), André Kieserling, Rudolf Stichweh und die Erbin (Luhmanns Tochter Veronika). Kaub resümiert:

Alles in allem steht man vor dem beeindruckenden Relikt eines Gelehrtenlebens, das den Begriff der Gelehrsamkeit selbst verändert hat, indem es ihn mit äußerster Aufmerksamkeit für Gegenwart verband. Es ist ein Dokument dafür, wie gute Wissenschaft entsteht, hier so gut wie ohne Drittmittel, durch eine so gut wie ausschließlich der Forschung – und nicht der Forschungspolitik oder dem Anträgeschreiben – gewidmeten Biographie, und durch Interdisziplinarität in einem Fall.Aus: Kaube, Jürgen (03.12.2007): Zettels Nachlass. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Ausgabe 281, 03.12.2007, S. 37.

Vortrag zur Alltagsliteralität der Wissensgesellschaft

Morgen fahre ich nach Mülheim/Ruhr und besuche die Herbsttagung der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie in der Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Thema der Tagung: „Medien, Technik und Bildung“ (1.-3.10.2007).
Der Titel meiner Präsentation lautet „Die Alltagsliteralität der Wissensgesellschaft. Wissensvermittlung, Beteiligung und Kompetenz in medien- und bildungsethischer Perspektive“. Darin sortiere ich einige Gedanken neu, die ich in meiner Dissertation dargestellt habe.
Das ist mein erster Auftritt bei den Pädagogen und Erziehungswissenschaftlern – ich bin sehr gespannt, wie mein Zugriff auf die erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen ankommt. Das Handout gibts schon hier, die Präsentation nach der Tagung.

Schule in Bayern – eine Katastrophe?

Heute in der „Süddeutschen Zeitung“ hat Birgit Taffertshofer einen sehr interessanten und kritischen Artikel über das Schulsystem in Bayern geschrieben („Abi um jeden Preis„). Während auf der Didacta der Stand des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus laut Berichten überaus üppig ausgefallen ist, müssen die bayerischen Gymnasiallehrer wieder zu Frontalunterricht übergehen, weil sonst der Stoff nicht vermittelt werden kann, so der Artikel. Und weiter: Grundschullehrer und -lehrerinnen haben keine Zeit, sich mit den Kindern zu beschäftigen, weil Sie sich mit unverschämten Eltern auseinandersetzen müssen, die ihr Kind in das Gymnasium pressen wollen. Ich kenne da eine Grundschullehrerin aus der Nähe des Starnberger Sees (auf diese Region wird im Artikel auch Bezug genommen), die davon Horrorgeschichten erzählen kann.

Dazu passt, dass in der gleichen Ausgabe der Süddeutschen die Lebenserinnerungen des Pädagogen Hartmut von Hentig positiv rezensiert werden. Vielleicht wäre das ja eine anregende Lektüre für die Verantwortlichen in Bayern?

„Güter“, „Kapital“ und die Bildungsethik

Als Teilergebnis eines Forschungsprojektes zur Güter-, Kapital- und Eigentumssemantik in der bildungsethischen Debatte (durchgeführt am Lehrstuhl Christliche Soziallehre an der Universität Bamberg) ist jetzt ein Aufsatz von mir bei Ethica erschienen. Zusammen mit meinem Mitarbeiter Kevin Rosenkranz habe ich mich durch Berge von Literatur gewühlt; dokumentiert wurden jetzt die Ergebnisse in Form eines Literaturüberblicks, der aber auch sozialethische Perspektiven aufzeigt. Hier die Zusammenfassung:

In der kontroversen wissenschaftlichen Bildungsdebatte tauchen allgemein die Begriffe der privaten, öffentlichen, meritorischen und gemischten Güter, des Humankapitals, des kulturellen und sozialen Kapitals auf. Mit dem Rekurs auf diese Konzepte werden normative Vorstellungen zur Gestaltung von Bildung begründet. Die Darstellung und sozialethische Analyse der zu Grunde liegenden finanzwissenschaftlichen und politikökonomischen Theorien zeigt die Grenzen, aber auch die Chancen dieser Fundierung auf. Gezeigt wird, dass der Rekurs auf Güter- und Kapitalkonzepte zunächst nichts für die Begründung normativer Orientierungen für Bildung leistet, wenn die Grenzen der ökonomischen Fragestellungen nicht überschritten werden. Sozialethisch können die Konzepte dann aber als spezifische Zugänge interpretiert werden, die im Kern das Verhältnis von Subjekt und Gesellschaft/Gemeinschaft reflektieren. Der Begriff des Humanvermögens bildet in der Folge eine Schnittstelle von Bildungsökonomie und Sozialethik, mit dem das Projekt einer Sozialethik der Bildung weiter profiliert werden kann.

Tags: Bildung, Bildungsethik, Bildungsökonomie, Güter, meritorische Güter, öffentliche Güter, private Güter, Humankapital

Literaturangaben: Filipović, Alexander (2006): Güter und Kapital als Begriffe in der bildungsethischen Diskussion. In: Ethica, 14. Jg. (2006) H. 4, 419-446.

Zitiert in:

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  • Wirtschaftsgipfel Köln (19.06.1999): Charta von Köln – Ziele und Bestrebungen für lebenslanges Lernen. Köln.

Open Access und Bildungsforschung

Die Idee des Open Access („kostenlos und ohne Lizenzbeschränkungen“) wird sich hoffentlich immer mehr in Wissenschaft und Forschung durchsetzen. Ein interessantes Beispiel für wissenschaftliches Publizieren im Rahmen von Open Access ist bildungsforschung.org (entdeckt über hbxt.org):

„bildungsforschung ist eine offen zugängliche, von Expertinnen und Experten begutachtete Online-Zeitschrift mit dem Ziel, den interdisziplinären Austausch auf dem Gebiet der Bildungsforschung zu pflegen.

ISSN 1860-8213

Die aktuelle Ausgabe hat das Thema „Bildungsbiographien und Bildungsverläufe“ (hrsg. von Cathleen Grunert). Im Mai erscheint die Ausgabe „Bildung und Krieg“ (hrsg. von Elisabeth Zwick)

Bitte beachten Sie den aktuellen Call-for-Papers für die Winter-Ausgabe 2006 „Bildung Älterer“ (hrsg. von Bernhard Schmidt, unter „vorschau“).“ (Quelle: http://www.bildungsforschung.org/)

Interessant: Normative Bildungsforschung („Bildungsethik“, „Menschenrecht auf Bildung„) kommt explizit (noch?) nicht vor.