Wikileaks medienethisch

Zwei kleinere medienethische Beiträge zu Wikileaks sind in den letzten Tagen entstanden: Ein Interview bei Radio Vatikan (Sendedatum 4.12.2010, hier geht es zum Beitrag) und ein Gastkommentar in der Zeitung „Die Tagespost“ (soll morgen erscheinen, Link falls online folgt noch).

Update 1 (7.12.2010, 9:00 Uhr): Laut Radio Vatikan sitze ich „im Akademischen Rat am Institut für Christliche Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster“ – ist schon schwierig mit dem Amtsdeutsch… Ich bin „Akademischer Rat“ (Wikipadia-Artikel). Aber vielleicht kann man hier an der Fakultät ja mal so einen Rat einrichten…

Update 2 (7.12.2010, 9:00 Uhr): Die katholische Presseagentur Österreich hat aus dem Radio-Vatikan-Interview einen lesbaren Text gemacht.

In Fachzeitschriften Artikel recherchieren und finden

Forschungsergebnisse werden vor allem in selbständigen Büchern (Monographien, also z. B. Doktorarbeiten oder Konferenzbände) und wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht; jedenfalls gilt das für den Bereich der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer (und nur für die interessiere ich mich hier). Monographien zu einem bestimmten Thema findet man recht leicht (bspw. über die Bibliothekskataloge oder über Amazon). Schwieriger sind aber Zeitschriftenbeiträge zu finden. In Bibliothekskatalogen werden diese nicht (oder in den seltensten Fällen) erschlossen, so dass man z. B. meinen ( – Verzeihung -) Artikel „Die Kritik an der Unterscheidung von Sein und Sollen im Pragmatismus“ in der Pädagogischen Rundschau nicht über die Suche in einem Bibliothekskatalog findet, auch nicht über die Stichworte „Pragmatismus“ oder „Sein/Sollen“.

Dafür muss man in der Zeitschrift selber oder in Bibliographien suchen. Bedeutende Verlage von wissenschaftlichen Zeitschriften bieten zum Teil exczellente Suchmöglichkeiten in einzelnen Zeitschriften oder über ihr gesamtes Angebot an. Diese Suche ist von jedem Internetcomputer aus verfügbar. Über die Universitätsbibliothek bzw. aus den Netzen der Uni heraus sind diese Beiträge dann zumeist gleich als PDF abrufbar.

Bibliographien, also Datenbanken, in denen Zeitschriftenbeiträge nach Titel, Thema und Schlagworten erschlossen sind, sind dagegen manchmal nicht frei erreichbar, sondern unter Umständen auch nur aus dem universitäten Computernetz heraus. Der Vorteil dieser Bibliographien ist natürlich, dass sie manchmal abertausende von verschiedenen Fachzeitschriften in der Suche berücksichtigen.

Nun ja, für die Wissenschaftlerin und den Wissenschaftler ist das alles nicht neu, aber vielleicht für Newbees. Für beide aber ist vielleicht meine Liste interessant, anhand der ich so schaue, wenn ich zu einem Thema wissenschaftliche Artikel brauche (das ist natürlich auf meinen Bereich abgestimmt, ist aber für den gesamten geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich geeignet):

Bedeutende Journal-Anbieter und ihre Suchmaschinen:

Suchmaschinen bzw. Bibliographien über einzelne Anbieter hinweg:

Wer noch Hinweise hat, gerade zum Themenbereich Sozialwissenschaften, Sozialethik, Gesellschaftsethik, Theologische Ethik, Sozialphilosophie, Politische Philosophie, Philosophie…: Ich freue mich über Kommentare.

Möglichkeiten der politischen Jugendbildung im Web 2.0

Am 22. Juni habe ich bei der Innovationsgruppe „Beteiligung und Kompetenz in der Mediengesellschaft“ (innerhalb der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung) einen Vortrag zum Thema „Möglichkeiten der politischen Jugendbildung im Web 2.0 aus christlich-sozialethischer Perspektive“ gehalten.

Ich habe versucht, dies aus der Perspektive der Christlichen (Sozial-) Ethik zu tun. Die Ebene, die damit angesprochen war, habe ich so beschrieben: Welche Möglichkeiten sind wünschenswert? Wie komme ich zu einer Formulierung des Wünschenswerten? Was möchte und was soll ich berücksichtigen, bevor ich an die konkrete Umsetzung gehe? Was sind meine Optionen?

Begriff der Option meint „Möglichkeiten“, aber in der Tradition christlicher Ethik meint Option auch: Wir sind schon auf bestimmte Möglichkeiten „festgelegt“ bzw. diese legen sich biblisch nahe. Diese „Optionalität christlicher Ethik“ schließt Möglichkeiten aus und rückt anderen bestimmte Möglichkeiten positiv in den Blick. Das Ziel meines Beitrags lag darin, diese „Optionalität christlicher Ethik“ auf das Thema „politische Jugendbildung im Web 2.0“ hin zu denken.

Hier gibt es die Präsentation dazu:

Rezipienten- und Publikumsethik im Web 2.0

Die Rezipienten- oder Publikumsethik geht davon aus, dass nicht nur diejenigen, die Inhalte erstellen und verbreiten, gewisse moralische Verpflichtungen haben, sondern das dies auch für das Publikum gilt. Wie das?

Zunächst ist die Ethik der Medienschaffenden am verständlichsten und leuchtet intuitiv ein: Das Handeln von Publizisten, Filmemachern und Werbern muss sich an moralischen Kriterien messen lassen. Wahrhaftigkeit ist z.B. so ein Kriterium, an denen sich Journalisten und Blogger orientieren sollen. Die Medienethik beschäftigt sich mit solchen Kriterien: sie versucht sie zu entdecken, untersucht ihren Verpflichtungscharakter und ihre empirische Wirksamkeit, kritisiert gewisse Normen und hilft, neue normative Orientierungen zu begründen und zu implementieren.

Gerade im Web 2.0 gerät wieder verstärkt das Handeln der Rezipienten in den Blick ethischer Reflexion. Das liegt vor allem daran, dass im Web 2.0 Nutzer nicht mehr klar von Produzenten von Information zu unterscheiden sind bzw. beides eng zusammen läuft. Manfred Rühl hat dabei aber schon immer deutlich gemacht, dass Kommunikation, auch öffentliche Kommunikation, als fortschreitender Kreisprozess zu analysieren ist, an dem Produzenten wie Publika gleichermaßen beteiligt sind. In diesem Sinne ist der Hörer oder der Leser immer auch schon Kommunikator, weil ohne sein Zutun ja gar keine Kommunikation vorliegen würde (es sei denn, ein Selbstgespräch eines psychisch gesunden Menschen im einsamen Wald würde als Kommunikation interpretiert werden können können). Hinzu kommt, dass nicht nur die Produktion von Inhalten öffentlicher Kommunikation ein sozialer Prozess (etwa einer Arbeitsorganisation, z.B. Zeitungsredaktion) ist, sondern auch die Rezeption des Publikums in seiner Sozialform analysiert werden kann.Vgl. dazu Filipović, Alexander (2007): Öffentliche Kommunikation in der Wissensgesellschaft. Sozialethische Analysen. Bielefeld: W. Bertelsmann (Forum Bildungsethik, 2), S. 111-115. – Wie auch immer: Es gibt eine Menge von medienethischen Texten, die die Bedeutung einer Rezipienten- oder Publikumsethikethik verdeutlichen (s.u.).

Axel Maireder berichtet heute in seinem Blog über eine Tagung, bei der die “Soziale Verantwortung von Produsern” zum Thema gemacht wurde. Er stellt die Frage, ob der Informationsweitergabe durch Web 2.0 User in Facebook, Twitter usw. nicht auch die gleichen medienethischen Kriterien zu Grunde liegen sollten, wie sie auch für die Produzenten klassischer Medieninhalte gelten. Mit anderen Worten: Muss ich also z.B. jede Information auf Wahrheit prüfen, bevor ich auf “gefällt mir” klicke oder bevor ich die Meldung “retweete”, weil ich dadurch ja in der Tat zu einer Verbreitung dieser Information beitrage? Gute Frage! Ich bin mir im Moment unsicher, ob die rezipientenorientierte medienethische Literatur im obigen Sinne zur Bearbeitung dieser Frage etwas zu sagen hat… Das Heft 1/2009 der Zeitschrift für Kommunikationsökologie und Medienethik zum WEB 2.0 geht in keinem Beitrag direkt auf diese Frage ein.

Axel Maireders Hinweis auf den “Fall Boateng” passt hier natürlich sehr gut… Vgl. dazu vor allem Jan Schmidts Bericht über seine kommunikationssoziologische Beschäftigung mit der Sache. Alles in allem tun sich hier reichliche Bewährungsfelder für die (neue) Medienethik auf.

Literaturliste Publikums- und Rezipientenethik:

  • Christians, Clifford G. (1989): Gibt es eine Verantwortung des Publikums? In: Wunden, Wolfgang (Hg.): Medien zwischen Markt und Moral. Beiträge zur Medienethik. Stuttgart: Steinkopf, S. 255–266.
  • Funiok, Rüdiger (1996): Grundfragen einer Publikumsethik. In: Funiok, Rüdiger (Hg.): Grundfragen der Kommunikationsethik. Konstanz: UVK, S. 107–122.
  • Funiok, Rüdiger (2000): Zwischen empirischer Realität und medienpädagogischer Praxis. Das Publikum als Adressat der Medienethik. In: Rath, Matthias (Hg.): Medienethik und Medienwirkungsforschung. Wiesbaden: Westdeutscher Verl., S. 89–104.
  • Funiok, Rüdiger (2007): Medienethik. Verantwortung in der Mediengesellschaft. Stuttgart: Kohlhammer (KON-TEXTE, 8).
  • Jansen, Gregor M. (2003): Mensch und Medien. Entwurf einer Ethik der Medienrezeption. Frankfurt a.M.: Peter Lang (Interdisziplinäre Ethik, 30).
  • Lübbe, Hermann (1994): Mediennutzungsethik. Medienkonsum als moralische Herausforderung. In: Hoffmann, Hilmar (Hg.): Gestern begann die Zukuft. Entwicklung und gesellschaftliche Bedeutung der Medienvielfalt. Darmstadt, S. 313–318.
  • Rühl, Manfred (1990): Moral in der Wissensvermittlung. Anmerkungen zur Diskussionslage in der Kommunikationswissenschaft. In: Ruß-Mohl, S. (Hg.): Wissenschaftsjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit. Tagungsbericht zum 3. Colloquium Wissenschaftsjournalismus vom 4./5. November 1988 in Berlin. Gerlingen: Bleicher (Materialien und Berichte/Robert Bosch Stiftung. 32), S. 153–163.
  • Veith, Werner (2002): Ethik der Rezeption. In: Hausmanninger, Thomas; Bohrmann, Thomas (Hg.): Mediale Gewalt. Interdisziplinäre und ethische Perspektiven. München: Fink (UTB für Wissenschaft, 8216), S. 277–390.
  • Wunden, Wolfgang (1996): Auch das Medienpublikum trägt Verantwortung. In: Funiok, Rüdiger (Hg.): Grundfragen der Kommunikationsethik. Konstanz: UVK, S. 123–132.

Interview zur Enquetekommission „Internet und digitale Gesellschaft“

Bild Interview Filipovic NOZGestern, am Donnerstag (28. Januar 2010) ist in der Neuen Osnabrücker Zeitung ein ausführliches Interview mit mir zur geplanten Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ erschienen. Es trägt den Titel: „Von der digitalen Elite abgehängt? Wissenschaftler warnt vor einer Spaltung der Gesellschaft – Politik muss gegensteuern.“

Das Interview ist bisher nicht online; nur eine kurze Zusammenfassung ist verfügbar, die aber den Inhalt nur verkürzt darstellen kann. Das gesamte Interview werde ich, Genehmigung vorausgesetzt, hier noch nachliefern.

Update 19:00 Uhr: Mit freundlicher Genehmigung der Neuen Osnabrücker Zeitung hier das Interview als pdf (Quelle: „Neue Osnabrücker Zeitung“ vom 28.01.2010)

Update 21.02.2010, 18:16 Uhr: Mittlerweile hat sich der Antragstext für die Kommission verändert und das Plenum des Bundestages hat seine Zustimmung zur Konstitution erteilt. Hier weitere Informationen.

Der Thrill von Twitter

“Im Interview mit Sängerin Stefanie Kunschke kam heraus, dass sie auch Michael Jacksons “Twitter” daheim im CD-Regal hat.”

Aus: Zur Debatte. Themen der Katholischen Akademie in Bayern, 39. Jg (2009), H. 5, S. 43.

Christliche Sozialethik als Wirklichkeitswissenschaft – Grundlagen

Christliche Sozialethik als Wirklichkeitswissenschaft zu beschreiben, entspricht zunächst nicht einer üblichen Terminologie. Eine ethische Disziplin als Wirklichkeitswissenschaft zu beschreiben mag sogar irritieren, da es die Ethik doch nicht dem Sein (dem real Gegebenen), sondern mit dem Sollen (dem idealen Richtigen und Guten) zu tun hat.

Die Sozialethik betrachtet das Soziale (zunächst kann offen bleiben, was damit gemeint ist) als ihren Gegenstand (materiale Spezifität der Sozialethik) oder geht moralische Fragen das Soziale betreffend anders an (formale Spezifität der Sozialethik).Für die erste Variante kann die Münchener Schule im Gefolge Korffs gelten, z.B. (Hausmanninger 2002), die zweite Sichtweise wird z.B. bei Mieth deutlich, vgl. (Mieth 2002), S. 503: Sozialethik „ist das Ganze der Ethik auf eine bestimmte, institutionenbezogene Weise“. Die Problematik des Eigenen des sozialethischen Zugriffs halte ich für eine wichtige und größtenteils offene Grundlagenfrage der Christlichen Sozialethik (vgl. (Filipovic 2009 (im Druck))). Wichtig ist es aber so oder so, die Analyse des Sozialen systematisch von normativen Vorschlägen zur Verbesserung der Gesellschaft zu trennen.

Diese Analyse oder Wahrnehmung des Sozialen stellt selbst eine Schwierigkeit dar. Mit welchen Mitteln und Methoden nehmen wir das Gesellschaftliche wahr, welche Begriffe und Theorien werden benutzt? Nach welchen Kriterien ist hier aus der Vielzahl an Angeboten auszuwählen? Bedeutsam ist in diesem Kontext, dass sich eine Analyse und Wahrnehmung nicht einfach in einer reinen Darstellung erschöpfen kann. Eine rein objektive Darstellung des Sozialen ist nicht möglich, weil eine Darstellung immer auswählen muss und gewichtet. Wahrnehmung und Analyse ist immer vor allem ein Verstehensprozess. Wenn es im wissenschaftlichen Kontext um Verstehen geht, dann spricht man von Hermeneutik im Sinne einer Methodik, die die Voraussetzungen und Bedingungen des Verstehens in bestimmten Fällen auszuweisen versucht.

An dieser Stelle kann das typisch Christliche der christlichen Sozialethik gesucht und gefunden werden. Das Christliche lässt sich als eine bestimmte Weise der Selbst- und Weltwahrnehmung beschreiben und das heißt, dass die Christliche Sozialethik die Wirklichkeit in bestimmter Weise wahrnimmt, beschreibt, analysiert, versteht und erklärt. Diese bestimmte Weise der Wahrnehmung kann dann als christliche Hermeneutik beschrieben werden. Christliche Sozialethik hat sozusagen andere Antennen, einen anderen Empfänger und ein anderes Wiedergabegerät für den Weltempfang als Philosophen, Künstler oder Journalisten. Dabei geht es nicht in erster Linie um besser oder schlechter oder wahr und falsch. Es geht vielmehr um die inhaltlichen Überzeugungen christlich gläubiger und geprägter Menschen, die dazu führen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Es gibt dabei keinen christlichen Anspruch, die Welt anders als andere sehen zu wollen, sondern Christen sind überzeugt davon, dass andere Weltwahrnehmungen ihr eigenes Recht haben und diese letztlich und im Grunde kompatibel sind mit der christlichen Weise. Dennoch treten Christinnen und Christen mit dem Anspruch auf, ihre spezifische Aufmerksamkeit, mit der sie die Welt erfahren, ist wichtig und unverzichtbar.

Diese Optionen der Aufmerksamkeit, mit der die christliche Sozialethik das Soziale betrachtet, lassen sich so beschreiben: Es ist im Wesentlichen die Aufmerksamkeit für „Unterdrückte, Benachteiligte und Marginalisierte“ und „für gefährdete Institutionen des Humanen“ (Mandry 2002, S. 507).Diese Optionen finden sich in der Bibel, vgl. zu Bibel und christlicher Sozialethik (Heimbach-Steins 2004).

Wenn die christliche Sozialethik in dieser Weise auf das Soziale schaut, ergeben sich ganz bestimmte Problemfelder und Problemlagen. Das Soziale wird zugleich mit seinen Strukturen und Institutionen und in seiner zeitlichen Dimension betrachtet. Die „Zeichen der Zeit“ des (welt-)gesellschaftlichen Lebens stehen dann für diese aktuellen gesellschaftlichen Problemfelder und Problemlagen, z.B. die Klimakatastrophe mit ihren Folgen für weltweite soziale Gerechtigkeit, die Situation der Bildung in Deutschland mit ihren fatalen Folgen für Kinder aus den armen und augeschlossenen Familien oder die Möglichkeiten und Gefahren moderner biomedizinischer Forschung.

Diese Sozialanalyse in Orientierung an den „Zeichen der Zeit“ ist essentiell für eine moderne christliche Sozialethik, die da ansetzen muss, wo sich ihre Vorschläge zur Verbesserung gesellschaftlicher Zustände auch bewähren sollen: in der Wirklichkeit.Vgl. (Höhn 1991), S. 288-290.

Damit sind die Grundlagen angedeutet, warum Christliche Sozialethik als Wirklichkeitswissenschaft beschrieben werden kann. Hier wurde aber noch nicht behandelt, dass die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Wirklichkeit auf verschiedene Quellen zurückgreifen und auf verschiedene Art und Weise geschehen kann. Die Frage nach dem Wie der gesellschaftlichen Wirklichkeitswahrnehmung ist noch kaum beantwortet. Es ist dafür (an anderer Stelle) zu differenzieren zwischen wissenschaftlichen Darstellungen und ästhetischer, religiöser und alltäglicher Erfahrung.

Literaturverzeichnis

  • Filipovic, Alexander (2009 (im Druck)): Die Eigenlogik Christlicher Sozialethik und das interdisziplinäre Gespräch. In: Heimbach-Steins, Marianne; Kruip, Gerhard; Kunze, Axel-Bernd (Hg.): Menschenrecht auf Bildung. Maßstab für die Bildungspolitik in Deutschland. Bielefeld: W. Bertelsmann (Forum Bildungsethik, 6).
  • Hausmanninger, Thomas (2002): Grundlegungsfragen der Christlichen Sozialethik als Strukturenethik auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert. In: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften, Jg. 43, S. 185–203.
  • Heimbach-Steins, Marianne (2004): Biblische Hermeneutik und christliche Sozialethik. In: Heimbach-Steins, Marianne (Hg.): Christliche Sozialethik. Ein Lehrbuch. Bd. 1. Grundlagen. Regensburg: Pustet, S. 83–110.
  • Höhn, Hans-Joachim (1991): Im Zeitalter der Beschleunigung. In: Furger, Franz; Heimbach-Steins, Marianne (Hg.): Perspektiven christlicher Sozialethik. Hundert Jahre nach Rerum Novarum. Münster: Regensberg, S. 283–302.
  • Mandry, Christof (2002): Art. Theologie und Ethik (kath. Sicht). In: Düwell, Marcus; Hübenthal, Christoph; Werner, Micha H. (Hg.): Handbuch Ethik. Stuttgart, Weimar: Metzler, S. 504–508.
  • Mieth, Dietmar (2002): Art. Sozialethik. In: Düwell, Marcus; Hübenthal, Christoph; Werner, Micha H. (Hg.): Handbuch Ethik. Stuttgart, Weimar: Metzler, S. 500–504.

Zur Kirchengeschichte des katholischen Eichsfeldes

Gestern erschien im „Göttinger Tageblatt“ (bzw. auf der Internetseite) ein fundierter und ausführlicher Artikel über die Kirchengeschichte des Eichsfeldes mit einem speziellen Blick auf die Marienwallfahrt in Germershausen. Zum Artikel: „Gottesmutter erscheint in einem hohlen Baum„.

Das Personalitätsprinzip und christliche politische Bildung

„Am Puls der Zeit – Katholisch-sozial orientierte politische Bildung zwischen wissenschaftlichem Diskurs und gesellschaftlicher Relevanz“ lautet der Titel der AKSB-Jahrestagung 2008, zu der ich morgen nach Schwerte fahre. Dafür habe ich einen längeren Text über das Personalitätsprinzip christlicher Sozialethik geschrieben, in der ich verschiedene Fassungen desselben darstelle und das Ergebnis im systematischen Kontext von Anthropologie und Christlicher Sozialethik verorte.Abgedruckt als: Filipović, Alexander (2008): Das Personalitätsprinzip: Zum Zusammenhang von Anthropologie und christlicher Sozialethik. In: AKSB (Hg.): Am Puls der Zeit. Beiträge zur AKSB-Konventionsdebatte. Bonn (AKSB-Werkstatt, 4), S. 6–26.. Ich favorisieren eine Anthropologie (und damit auch eine Fassung des Personalitätsprinzips), die von den selbstbestimmten Selbstdeutungen der Menschen ausgeht und die Erfahrungen von Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Für die morgige Konferenz muss ich mich natürlich kurz fassen (ich habe max. 15 Minuten) und fokussiere in meinem Vortrag den unmittelbaren Zusammenhang von Personalität und politischer Bildungsarbeit. Das Thesenpapier gibt es schon mal hier.

Kirchliche Mahnung an die Tauben

Den kannte ich noch gar nicht:

Das Fotos ist Teil einer Kampagne der Evangelischen Kirche in Würtemberg. Auch die anderen Fotos sind sehenswert! (Danke Frank!)